Die zahlreichen Kirchen, viele davon heute nicht mehr sakral genutzt, zeugen vom vergangenen Wohlstand und der kulturellen Blüte von Tavira
Die Kirche liegt auf dem Burghügel zwischen dem Burggarten der maurischen Burgruine und dem Torre de Tavira.
Igreja de Santa Maria do Castelo
Die Kirche liegt auf dem Burghügel zwischen dem Burggarten der maurischen Burgruine und dem Torre de Tavira.
Die Igreja de Santa Maria do Castelo wurde im 13. Jahrhundert nach der Rückeroberung der Stadt von den Mauren, vermutlich auf den Fundamenten einer Moschee, errichtet. Lediglich das gotische Portal und der Uhrenturm mit 2 arabischen Doppelfenstern stammen noch aus der Zeit vor dem Erdbeben von 1755.
Ein Grabstein ist den sieben Rittern gewidmet, die bei der Reconquitsa getötet wurden, ein weiterer erinnert an den Großmeister des Santiago Ordens, Dom Paio Peres Correia.
Igreja Paroquial Santiago de Tavira
Die Igreja Matriz de Santiago liegt innerhalb der alten Burgmauern an der Calçada de Paio Peres Correia unterhalb der Igreja de Santa Maria do Castelo
Die Pfarrkirche von Tavira wurde in der 2. Häfte des 13. Jahrhunderts vermutlich auf den Trümmern einer Moschee erbaut. An der rechten Außenseite kann man erkennen, wie die verschachtelte Bauweise an das abfallende Gelände angepasst wurde. Die darunter verlaufende Gasse Calçadas dos Sete Cavalheiris ist den 7 bei der Eroberung von den Mauren getöteten Rittern gewidmet.
Über dem einfachen Hauptportal ist ein Medaillon aus Putz angebracht, das den Schutzheiligen der Kirche, São Tiago (= St. Jakob), auf einem Pferd zeigt. Die R. Dom Paio Peres Correia erinnert an den Eroberer von Tavira im Jahre 1242.
Capela da Sra. da Piedade
Die unscheinbare Kapelle liegt versteckt an einem kleinen Platz der Rua dos Pelames, die parallel zur Uferpromenade am Südufer des Rio Gilão oberhalb der Römischen Brücke verläuft.
Von dort führt die Calçada da Galeria aufwärts zum Burghügel am Palacio da Galeria mit dem städtischen Museum vorbei.
Igreja da Misericórdia
Die Igreja da Misericórdia gilt als die schönste Renaissance Kirche der Algarve und ist als Gebäude von öffentlichem Interesse gesetzlich geschützt. Sie liegt am Aufgang vom Stadtzentrum zum Burghügel durch das Burgtor Porta de D de D. Manuel I.
Sie wurde Mitte des 16. Jahrhunderts vom Steinmetz Andre Pilarte im Auftrag der Brüder der Barmherzigkeit erbaut. Das Eingangsportal gilt als ein Meisterstück jener Epoche.
Nach dem schweren Erdbebenm 18. Jahrhundert wurden die Seitenwände mit 14 Azulejobildern ausgeschmückt, die Szenen der Barmherzigkeit und des Lebens Christi darstellen.
Igreja dos Eremitas de São Paulo
Die Kirche liegt nördlich des Rio Gilão am Praça Dr. António Padinha, wenige Gehminuten von der Römischen Brücke entfernt.
Die Klosterkirche wurde Anfang des 17.Jahrhunderts zusammen mit einem Kloster von den Eremitas do São Paulo erbaut. Nach dem Einzug des Liberalismus auch an der Algarve 1834 wurde das Kloster öffentlich versteigert und die Klosterkirche der „Confraria (Bruderschaft) de Nossa Senhora da Ajuda“ übergeben. Das Kloster hat die „Privatisierung“ nicht überlebt – die Kirche ist erhalten geblieben.
Vor der Kirche liegt der kleine Park Jardim da Alagoa mit dem Denkmal des Bischofs Dom Marcelino Franco.
Igreja de Nossa Sra. do Carmo
Die mächtige Igreja de Nossa Senhora do Carmo befindet sich nördlich des Rio Gilão am Largo do Carmo.
Die Kirche ist Teil des ehemaligen Karmeliterklosters „Nossa Senhora do Monte Carmo„. Der seit Anfang des 17.Jahrhunderts in Tavira ansässige Orden begann 1737 mit dem Bau eines Klosters, 10 Jahre später wurde der Bau der Kirche in Angriff genommen.
Die Kirche hat, für die damalige Zeit ungewöhnlich, den Grundriß eines lateinischen Kreuzes. Dank der großzügigen finanziellen Beteiligung einiger Ordensbrüder, die Eigentümer von Thunfischfabriken waren, konnte die Kirche reichhaltig mit Barock-Kunst ausgeschmückt werden.
Igreja de São Francisco
Das ehemalige Kloster São Francisco mit seiner Kirche liegt am Praca Zacarias Guerreiro unweit der Hauptstrasse Avenida Dr.Teixera de Azevêdo.
Die Kirche und das Kloster wurden im 13.Jh. von den Templern erbaut und gingen lt. Chronik im Jahr 1312 in den Besitz des Franziskanerordens, den „Ordem Terceira de S.Francisco“. Der in Tavira ansässige Orden verfügte wegen seiner finanziellen Beteiligung an der Thunfischindustrie über beträchtliche Geldmittel verfügte und beauftragte die seinerzeit besten Künstler der Algarve, um die Kirche zu schmücken. Davon ist nicht viel erhalten geblieben: nur die Sakristei mit einem großen Fenster und zwei Kapellen im Klostergarten stammen noch aus der Gotik, der auffällige Glockenturm zeigt barocke Pracht.
Ermida de São Brás
Die Ermida de São Brás liegt nördlich des Rio Gilão unweit der Igreja de Nossa Sra. do Carmo am Largo de
Die kleine Einsiedelei mit Kapelle existierte bereits im Mittelalter, gebaut von der Confraria de São Brás (Bruderschaft des Hlg. Blasius von Sebaste) außerhalb der damaligen Stadtmauern auf der gleichnamigen Anhöhe.
Die nach der Zerstörung durch die Erdbeben im 18. Jahrhundert im Barockstil wieder aufgebaute Fassade wurde aufgelockert durch einige Rokoko Elemente.
Ermida da Nossa Sra. do Livramento
Die Ermida de Nossa Senhora do Livramento (Mutter Gottes der Befreiung) liegt nördlich des Rio Gilão – etwa 10 Minuten zu Fuß von der Römischen Brücke entfernt.
Als die Einsiedelei im Mittelalter errichtet wurde, befand sie sich weit weg von der Stadt am Rande eines Marschgebietes in der Nähe einer Krankenstation für Leprakranke.
Die Einsiedelei hat einen typischen Aufbau – eine einschiffige kleine Kapelle mit angeschlossenen Wohnräumen für die Einsiedler.
Die Frontfassade aus dem 18.Jh. mit Gesims über der Tür und den Fenstern wurde später komplett mit Kacheln (azuleijos) verkleidet.
Igreja do Hospital do Espírito Santo
Die Igreja do Hospital do Espírito Santo liegt am Praça Zacarias Guerreiro direkt neben der Internationalen Schule Collegio de Santiago



Ermida da Nossa Sra. das Angústias
Die Ermida da Nossa Sra. das Angústias, auch bekannt als Ermida do Senhor do Calvário, liegt am Städtischen Friedhof außerhalb der Stadt



Ermida de São Sebastião
Die Ermida liegt an einem kleinen Platz am Westrand der Stadt unweit der Salzfelder der Ria Formosa



Ermida da Santa Ana
Die kleine Einsiedelei liegt auf einer Anhöhe, der Alto de Sta. Ana, oberhalb des Nordufers des Rio Gilão




Weitere sakrale Bauten in Tavira

Das Portal des Convento da Nossa Sra. da Piedade ist ein schöne Beispiel für die Manuelinische Gotik

Capela da Nossa Sra. da Consolação
Igreja de Nossa Sra. das Ondas


Die unscheinbare Kirche in der Stadtmitte am Südufer des Gilão wird auch Igreja de São Pedro Gonçalves Telmo genannt

Ermida do Calvário

Ermida de São Roque
















































