Goldenes Dreieck der Algarve

Das Goldene Dreieck der Algarve erstreckt sich von den Ausläufern der Ria Formosa bei Quinta do Lago über die Buntsandsteinklippen von Vale do Lobo bis zum Beginn der Felsenküste westlich der Marina von Vilamoura.

Blick vom Golfplatz San Lorenzo in Quinta do Lago über die Lagune der Ria Formosa auf die Halbinsel von Ancao (Ilha de Faro)

Lagune der Ria Formosa am Golfplatz San Lorenzo bei Ebbe
Lagune der Ria Formosa

Die Lagune der Ria Formosa ist ab der Brücke am Flughafen Faro zur Ilha de Faro nur bei Flut für kleine Boote bis zu den Salzbecken bei Ludo befahrbar. Sie ist ein geschütztes Biotop für zahlreiche Wasservögel, die im Watt reiche Nahrung finden.

Vom Pavillon am Ufer der Lagune von Quinta do Lago führt ein Bohlenweg zum langen Sandstrand Praia de Quinta do Lago und zum wohl bekanntesten Strandrestaurant Gigi, seit Jahrzehnten eine Institution.

Kormorane auf dem See von Quinta do Lago
Quinta do Lago – der See (pt. lago)

Von der Brück zum Strand von Quinta do Lago führt ein Sandweg entlang der Lagune bis zum See, dem Quinta do Lago seinen Namen verdankt. Der See und die angrenzenden Wasserarme der Lagune bieten reiche Nahrung für zahlreiche Wasservögel. Vom Ufer kann man Kuhreiher und Kormorane beobachten, die nach einem Tauchgang ihr Gefider in der Sonne trocknen.

Am Südufer des kleinen Sees liegt das für seine Fisch- und Meeresfrüchte bekannte Restaurant Casa do Lago mit einer großen Terrasse und einem kleinen Wassersportanlage. Von hier hat man einen schönen Blick auf die herrschaftlichen Villen und das berühmte Loch 16 des Golfplatzes Quinta do Lago Süd

Düne und Strand Praia do Ancao außerhalb der Saison
Peninsula de Ancão (Ilha de Faro)

Die Halbinsel von Ancão bildet das westlichste Glied in der Kette der Inseln und Halbinseln der Ria Formosa, die sich von Tavira bis nach Ancão zwischen Quinta do Lago und Vale do Lobo erstreckt. Ihr östlicher Abschnitt mit dem Stadtstrand von Faro ist besser bekannt als Ilha de Faro. E

Eine geschützte Dünenlandschaft trennt die endlosen Sandstrände Praia do Ancão und Praia do Garrão von den Ausläufern der Lagune, die hier nur im Winter und bei Hochwasser Wasser führt.

Hier liegen einige der beliebtesten (und teuersten) Strandrestaurants.

Buntsandsteinklippen am Strand von Vale do Lobo
Buntsandsteinklippen

Westlich der Halbinsel von Ancão gibt es ein völlig anderes Landschaftsbild. Felsenklippen aus rotem Sandstein, mit Pinienwäldchen bestanden, bilden den Hintergrund für endlose Sandstrände, die sich bis an den Fischereihafen von Quarteira erstrecken und sich hinter der Marina von Vilamoura bis nach Albufeira fortsetzen.

Der bekanteste Abschnitt sind die Klippen von Vale do Lobo, auf denen der berühmte Royal Golfplatz liegt. Zahlreiche direkt an den Klippen gebauten Villen mußten schon aufgegeben werden, da die malerischen Klippen aus weichem Buntsandstein von der Erosion durch Wind, Regen und Meerwasser gefährdet sind.

Hundespaziergang im Schilf Dickicht zwischen Trafal und Vale do Lobo
Lagune bei Trafal

Am Westrand der Golfplätze von Vale do Lobo ergießt sich ein kleiner Wasserlauf in den Atlantik. In der Regenzeit schwillt er soweit an, daß in der Tiefebene vor dem Strand von Trafal eine temporäre Lagune entsteht, die nur über einen Schilfweg zu durchqueren ist.

Zwischen dieser Lagune, die im Sommer als Parkplatz des Restaurants Tempura dient, liegen die wenig frequentierten Sandstrände Praia do Trafal und Praia de Loulé Velho, die besonders von Einheimischen genutzt werden

Lagune Ria de Almargem und das Strandlokal BJ’s
Ria do Almargem

Der Ribeira do Almargem mündet zwischen Quarteira und Vale do Lobo in eine Lagune mit interessanter Flora und Fauna. Im Schilf versteckt nisten zahlreiche Wasservögel.

Dahinter liegen, vom Atlantischen Ozean nur durch einen breiten und flachen Sandstreifen getrennt, die Strände Praia do Almargem und Praia da Lagoa. Im Winter verbindet eine durch Regen und Hochwasser entstandene tiefe Rinne die Lagune mit der offenen See.

Am Fusse der mit Pinien bewachsenen Klippen liegt Restaurante BJ’s, eines der wenigen Strandrestaurants, das seinen ursprünglichen Stil beibehalten hat und zu den beliebtesten im Goldenen Dreieck zählt.

Typische Vegetation der Sanddünen der Halbinsel von Ancão
Dünenvegetation

Die Dünen bilden ein empfindliches Ökosystem, das durch Wind, Salz, Sonne und Sand geformt wird. Trotz der scheinbar lebensfeindlichen Bedingungen haben sich dort zahlreiche spezialisierte Pflanzenarten angesiedelt, die perfekt an die extremen Umweltfaktoren angepasst sind.

Typisch für die Primärdünen direkt am Meer sind Pionierpflanzen wie der Strandhafer (Ammophila arenaria) und die Stranddistel (Eryngium maritimum). Ihre langen Wurzeln stabilisieren den Sand und verhindern die Erosion durch Wind und Wellen.

Auf den dahinter liegenden, von der Bodenerosion gezeichneten Buntsandsteinklippen, finden sich widerstandsfähige Arten wie der Meersenf (Cakile maritima), der Sanddorn, verschiedene Seggenarten und auch Kiefern und Sträucher, die sich an salzhaltige Böden angepasst haben.