Die Serra de Monchique ist der höchstgelegene Teil des Mittelgebirges, das die Algarve vom benachbarten Alentejo im Norden trennt

Foia, die höchste Erhebung der Algarve
Vom Plateau des Fóia, des höchste Berges in Südportugal, hat man einen überwältigenden Rundumblick: nach Süden bis zum Meer bei Portimão und Lagos, nach Norden bis weit hinein ins Alentejo.
Der Gipfel ist mit zahlreichen fernmeldetechnischen und militärischen Anlagen bebaut. Die Vegetation ist in dieser Höhe spärlich und beschränkt sich auf Heide und andere Kräuter, die zwischen den rundgeschliffenen Granitfelsen gedeihen.
Der Fóia ist von Monchique aus mit dem Auto bequem zu erreichen. Am südlichen Hang führt eine gut ausgebaute Straße, die EN266-3, bis zum Gipfel. Eine zweite Straße führt an der Nordseite entlang; sie ist allerdings so schmal, dass das Ausweichen bei entgegen kommendem Verkehr schwierig ist. Sie bietet sich deshalb eher für Wanderer und Radfahrer an, die den Höhenunterschied von knapp 350 m aus eigener Kraft bewältigen wollen.
Auf halbem Weg von Monchique zum Fóia liegt die Quinta de São Bento. Noch immer im Besitz der Herzöge von Braganca war sie ehedem Sommersitz der Königsfamilie. Heute wird sie als kleines Hotel und Restaurant genutzt, das Einkehren lohnt sich wegen des Ambiente und des ausgezeichneten, preiswerten Menüs.
Caldas de Monchique: Thermalquellen
Die Heilwirkung dieser Thermalquellen in der Serra de Monchique kannten schon die Römer. Das in ganz Portugal bekannte Mineralwasser von Monhcique wird hier in der Mineralwasserfabrik am Ortseingang abgefüllt.
Der Ort Caldas de Monchique, wenige km südlich von Monchique gelegen, ist seit der Römerzeit für sein schwefelhaltiges Thermalwasser bekannt, das mit einer konstanten Temperatur von 32°C an die Oberfläche tritt. Der Ende des 19. Jahrhunderts beim Adel beliebte Badeort ist in den letzten Jahren aus seiner beschaulichen Ruhe erwacht.
Anfahrt: Vom Süden auf der N266 kommend am Rande der Sierra de Monchique, wenige km vor dem Ort Monchique.
Wandern in der Serra de Monchique
Die Serra de Monchique mit den beiden höchsten Erhebungen, dem Foia (902 m) und dem Picota (773 m) ist ganzjährig ein großartiges Wandergebiet. Wer das Gebiet auf eigene Faust oder unter fachmännischrer Führung erkunden möchte, dem empfehlen wir die Webseite Wandern mit Uwe unseres Freundes Uwe Schemionek, dem wir auch viele der auf diese seite gezeigten Bilder verdanken.
An den Hängen der der Serra gibt es mehr Niederschläge und Nebel als in den tieferen Lagen der Algarve, weshalb diese Region wegen ihren reichen Vegetation auch als „Garten der Algarve“ bezeichnet wird. Die Temperaturen sind deutlich niedriger als in der Ebene, in seltenen Fällen gibt es auf dem Foia sogar ein wenig Schnee.
Ursprünglich war die Serra mit Korkeichen bestanden, die Jahrhunderte lang das Material für den Schiffsbau der Seemacht Portugal lieferten. In der zeiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wurden sie zu großen Teilen durch schnell wachsenden, nicht einheimische Eukalytpus für die Zellstoffindustrie verdrängt, was zusammen mit den Auswirkungen des Klimawandels jedes Jahr zu verheerenden Waldbränden führt.
Geologie der Serra de Monchique
Geologisch besteht die Serra aus zwei verschiedenen Schichten: Schiefer bis zu einer Höhe von 3-400 m, und darüber eine spezielle Form des Granit, der „Syenit“, der an vielen Stellen in der Umgebung von Monchique zutage tritt und am Ortseingang der Stadt abgebaut wird.
Diese und viele weitere Informationen finden Sie in dem Seminarbeitrag von Robert Gliniars vom 18.01.2018 am Institut für Botanik der Universität Hohenheim – Stuugart „Die Serra, die Gebirgszone – Gebirgshügel im Norden„.


































