Alcoutim

Alcoutim am Rio Guadiana, der Grenze der Algarve zu Andalusien in Spanien, ist die nordöstlichste Kreisstadt der Algarve.
Die Kreisstadt Alcoutim am Guadiana und Sanlucar am spanischen Ufer
Ortschaft

Der Rio Guadiana, die Grenze zum spanischen Andalusien, trennt die kleinen Ortschaften Alcoutim im Nordosten der Algarve und Sanlúcar am anderen Flussufer. Der Ort war schon Ende der Jungsteinzeit ein Umschlagshafen für Kupfer- und Eisenerze aus der Umgebung, weil hier der Fluß durch die Auswirkung der Gezeiten stromabwärts schiffbar war.

Castelo de Alcoutim

Sehenswert ist die Ruine der Burg aus dem 14. Jahrhundert, ein Zeugnis der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Portugal und Spanien. Sie wurde auf den Fundamenten einer alten arabischen Festung Castelo Velho errichtet. In der Burg befindet sich das archäologische Museum von Alcoutim mit vielen Zeugnissen aus der Maurischen Periode, aber auch einem Menhir aus der Umgenung.

Rio Guadiana

In den vergangenen Jahrhunderten gab es zwischen Alcoutim und San Lucar do Guadiana, meist bei Nacht und Nebel, einen schwunghaften Schmuggel per Boot über den Grenzfluß. Daran erinnern soll das Fest der Schmuggler, dass seit 2017 Ende März veranstaltet wird. Für die Dauer von drei Tage verbindet eine mobile Pontonbrücke die beiden Orte, zwischen denen sonst nur eine Fähre verkehrt. Die Portugiesen schmücken sich aus diesem Anlass mit einem roten Halstuch, die Spanier mit einem gelben.

Kunsthandwerk

Alcoutim ist bekannt für sein Kunsthandwerk. Während der Festa do Contrabando zeigen verschiedene Künsler an der Uferpromenade ihre Werke und lassen sich bei der Arbeit zuschauen